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Kleine Oper – große Kunst: Die Operette im Wandel der Zeit

Der Begriff Operette für ein musikalisches Bühnenwerk ist seit dem 18. Jahrhundert bekannt und bedeutet nach ihrem Wortlaut eine „kleine Oper“. Vor allem Einakter, also kurze Stücke, wurden so bezeichnet, auch weil sie im Gegensatz zu gängigen Opern oft eine komödiantische Handlung hatten und nicht immer Gesangsvirtuosen erforderten, sondern auch von Schauspielern bewerkstelligt werden konnten.
Auch deutschsprachige, durchaus anspruchsvolle Opern wurden im 18. Jahrhundert manchmal Operette genannt, weil sie gegenüber italienischen und französischen Opern geringer geschätzt wurden.
Ende des 18. Jahrhunderts wurden Werke, die ihren Ursprung in der französischen Opéra comique hatten, gesprochene Dialoge anstatt gesungener Rezitative enthielten und von Pariser Jahrmarktstheatern anstatt von den großen Hofbühnen stammten, als Operette bezeichnet.
Die Oper als Erfindung

Mehr als jede andere Kunstgattung wurde die Oper regelrecht erfunden – und zwar um das Jahr 1580, im Florenz der Medici, im Zeitalter der Renaissance. Das Geistesleben dieser Epoche war von dem Wunsch geprägt, die heiß verehrte griechische Antike wieder aufleben zu lassen. Ihre Werte, ihre Philosophien und ihre Künste galten als das Maß aller Dinge.
Die Mitglieder der „Florentiner Camerata“ – einer Vereinigung von Adligen, Gelehrten und ausübenden Musikern – wollten die griechische Tragödie zu neuem Leben erwecken. Darin, so glaubten die Mitglieder der Camerata, habe der Gesang eine zentrale Rolle gespielt.
Also beschlossen sie ein Experiment: Sprechtheaterstücke sollten durch Musik angereichert und dadurch auf eine höhere, vollkommenere Stufe gestellt werden. Das Ergebnis war eine neue Kunstform: Dramatischer Text, wie gehabt von einem Darsteller vorgetragen, aber nicht wie bisher gesprochen, sondern gesungen und von Musik begleitet.
Das Theater

Wenn über Theater gesprochen wird, ist in der Regel die szenische Darstellung innerer und äußerer Vorgänge auf einer Theaterbühne und vor Publikum gemeint. Zwischen dem Publikum und den Spieler*innen entsteht für den Zeitraum einer Theatervorstellung eine temporäre Gemeinschaft. Meist wird die Handlung von mehreren Darsteller*innen getragen, die auf der Bühne miteinander kommunizieren.
Als sehr vereinfachte Grundformel gilt: A spielt B und C schaut zu. Zudem haben sowohl A und C ein Bewusstsein von ihren Rollen als Spieler*in und Zuschauer*in. Obwohl das Publikum nur selten aus seiner grundsätzlich passiven Rolle heraustritt, kann es das Bühnengeschehen beeinflussen. Beim sogenannten Immersiven Theater, einer modernen Theaterform, wird die Trennung zwischen Bühnen- und Zuschauerraum sogar vollständig aufgehoben.
Von der Revue zum Rock: Die Geschichte des Musicals

Nüchtern analysiert, handelt es sich beim Musical um eine Form populären Musiktheaters, die Gesang, Tanz, Schauspiel und Musik in einem durchgängigen Handlungsrahmen verbindet. Der Begriff selbst ist eigentlich ein hauptwörtlich gebrauchtes Adjektiv und bedeutet in der deutschen Übersetzung musikalisch. Die Ursprünge dieser weltweit erfolgreichen Gattung liegen in New York und London und reichen weit in das 19. Jahrhundert zurück. Als erstes Musical überhaupt wird meist das 1866 uraufgeführte Stück „The Black Crook“ genannt.
Die Geschichte des modernen Musicals begann schließlich etwa um 1920 am New Yorker Broadway und im Londoner West End, die bis heute als Epizentren gelten, von denen aus sich das Musical rasch international verbreitete.
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